Auerbach

Anmeldung

Besucherzähler

Woche 4

Insgesamt 43041

Aktuell sind 46 Gäste und keine Mitglieder online

"Zuhören können- ein Segen"

 „Ich sag' ja nichts, ich red' ja bloß!“ Verlegen lächelte mich die ältere Frau an. Ich hatte sie gefragt, ob sie nicht mit ihrer Nachbarin selbst über die Missstände sprechen wolle, über die sie sich seit einer Viertelstunde bei mir beklagte. Ach ja, was wird nicht alles so geredet über die Politiker oder Pastoren, über die Nachbarn oder Ehegatten, über die Eltern oder die Kinder. Vieles von dem Gerede ist einfach nur Zeitverschwendung, manches aber vergiftet auch das Miteinander. Denn oft wird übereinander geredet, ohne zuvor miteinander geredet zu haben. Ohne sich wirklich erkundigt zu haben, warum der oder die so und nicht anders handelt. Martin Luther soll einmal gesagt haben: „Der Mensch hat zwei Ohren und nur einen Mund. Folglich soll er doppelt so viel hören als reden.“ Haben unsere eigenen Worte oft so wenig Wert, weil wir selbst zu wenig hören und zu viel reden? Finden wir deswegen so wenig Gehör, weil wir selber nicht richtig hinhören können? Oft wollen wir ja nur das hören und aufnehmen, was uns bestätigt oder uns ein neues Stichwort liefert. Meistens haben wir unsere Antwort schon „auf der Zunge“, ehe der andere seinen Satz zu Ende gesprochen hat. Deshalb reden wir oft aneinander vorbei und verstehen uns nicht. Segen bewirken diejenigen, die vor dem Reden zuhören und nachdenken. Und manchmal nicht nur zuhören und nachdenken, sondern auch beten. Sie werden viel Neues erfahren und manchen Ärger vermeiden.

                                                                        Reinhard Ellsel

Losungen

Tageslosung von Montag, 17. Juni 2019
Gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, sondern feuchtet die Erde und macht sie fruchtbar und lässt wachsen, dass sie gibt Samen zu säen und Brot zu essen, so soll das Wort, das aus meinem Munde geht, auch sein.
Paulus schreibt: Mein Wort und meine Predigt geschahen nicht mit überredenden Worten der Weisheit, sondern im Erweis des Geistes und der Kraft.