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"Wir sind alle Gottes Kinder"

Gedanken zum Monatsspruch


Das ist eine Revolution. Mann und Frau gleich. Sklave und Freier stehen auf einer Stufe.
Juden und Griechen werden in einem Atemzug genannt. Eine Ungeheuerlichkeit angesichts
der herrschenden Machtverhältnisse. Der Galaterbrief wird zum Dokument einer
grenzüberschreitenden, solidarischen Glaubenspraxis, die sich angesichts globaler
Herrschafts- und Gewaltordnungen das Vertrauen auf eine andere Welt nicht ausreden
lässt, bis hin zur Konsequenz von zivilem Ungehorsam, so die Bibel in gerechter Sprache.

Gleichwertigkeit von Mann und Frau, gleiches Recht für alle Kinder Gottes: Das stellt alles auf den Kopf, was bisher gängige Praxis war, und das in einem Schriftstück aus dem
ersten Jahrhundert. Der Galaterbrief hat seine Aktualität bis heute nicht eingebüßt.
Noch immer gibt es Schubladen, in die Menschen gesteckt werden. Bis heute mit Begründungen,
die so gar nicht mit der Freiheit und Gleichwertigkeit der Kinder Gottes zu
vereinbaren sind. Manche Schubladen sind tödlich - wie gerade unsere deutsche Geschichte
auf grausame Weise gezeigt hat.
Klar gibt es Unterschiede: Wer zwei linke Hände hat, sollte besser kein Handwerker
werden. Wer nicht rechnen kann, ist wohl als Buchhalter ungeeignet. Eine Frau kann
keine Kinder zeugen und ein Mann keine gebären. Alles richtig. Aber diese Unterschiede
sind nicht entscheidend für die Teilhabe am Reich Gottes. Es geht um einen Glauben, der
sich verweigert, wenn im Namen Gottes in Wahrheit die Götzen der von Menschen errichteten
Machtverhältnisse angebetet werden.
Carmen Jäger

Losungen

Tageslosung von Montag, 17. Juni 2019
Gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, sondern feuchtet die Erde und macht sie fruchtbar und lässt wachsen, dass sie gibt Samen zu säen und Brot zu essen, so soll das Wort, das aus meinem Munde geht, auch sein.
Paulus schreibt: Mein Wort und meine Predigt geschahen nicht mit überredenden Worten der Weisheit, sondern im Erweis des Geistes und der Kraft.